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Eine Region stellt sich vor
Kleiner Fluss, ganz gross
Thayatal – ein Kleinod, das Welten verbindet
Am Übergang von sanft zu rau hat das Thayatal eine pittoreske Wunderwelt erschaffen, wie sie eigentlich nur im Märchen vorkommen: ein Landstrich, gesäumt von steilen Felshängen, bunten und üppige Blumenwiesen, saftiger Ufervegetation, dschungelgleich, dann wieder romantisch. Wo trockenes pannonisches Klima auf das kühle, klare, feuchte Waldviertel trifft, ist ein unglaublicher Artenreichtum an Pflanzen, Pilzen und Tieren zu Hause. Da passiert es schon einmal, dass Sie am Weg ein scheuer Zaungast grüsst: Zu den „Bewohnern“ der Region gehören nämlich Schwarzstörche, Fischotter und Smaragdeidechsen. Am nördlichen Ufer der Thaya eröffnet sich der Nationalpark Thayatal, der in Tschechien in den Národní park Podyjí übergeht. Mit den Naturparks Geras und Dobersberg beheimatet die Region ihre Vielfalt in zwei weiteren geschützten Zonen.

Grenzüberschreitendes Naturerlebnis
Ein unvergessliches Erlebnis ist die Reise durch das Thayatal auf dem Wasserweg. Von Raabs bis Eibenstein können Sie den Fluss bei günstigem Wasserstand mit Wanderkanus befahren. Die Stromschnellen und Dämme, die zu bewältigen sind, machen die Fahrt zu einem kleinen Abenteuer. Wer’s ruhiger schätzt, der entdeckt die Nationalparkregion auf dem Landweg: gut markierte Spazier-, Wander- und Radwege führen Sie durch die Landschaft, durch die Klöster-, Märchen- und Mythenwelt des Thayatals. Beim Wandern ohne Gepäck können Sie das romantische Tal von Nebelstein bis Retz mit allen Sinnen erkunden. Entlang der 26km langen Grenze, wo die Thaya heute Österreich mit Tschechien verbindet, wurden etliche Grenzübergänge speziell für Radfahrer und Fußgänger geschaffen. So wandern Sie ganz einfach ins Nachbarland ...

Schätzreiches Bandlkramerland
Inmitten des ökologischen Kleinods mit seiner Artenvielfalt liegt das verträumte Städtchen Hardegg. Mit nur 80 Einwohnern ist es die kleinste Stadt Österreichs, die von Resten mittelalterlicher Türme und Wehrmauern umschlossen ist. Dazu gesellen sich in der Region zahlreiche unverfälschte Dörfer und Märkte, wo die Zeit ein wenig stehen geblieben ist: In Felling werkt noch ein Perlmuttdrechsler, in Groß Siegharts und Waidhofen können Sie in den Textilmuseen der uralten Tradition der Waldviertler Bandweberei nachspüren. Fast jede Siedlung im Thayatal hat ihre eigene Burg, ihr Schloss, ihre Ruine. Ob Renaissanceidyll in Drosendorf, beeindruckende Burganlage in Raabs, dramatische Kulisse der Ruine Kollmitz oder barocke Pracht von Stift Geras - auch in der Architektur sind Sie im Thayatal von über Jahrhunderte gewachsener Vielfalt umgeben.

Und so lässt es sich fein staunen, durchatmen, verschnaufen, eintauchen, wo Natur und Mensch noch in gegenseitigem Respekt miteinander leben ...